Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
143
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Die Reuß hat von ihrer Quelle bis ins UrsercnThal ein Gefalle v>tn 2öc>o Fuß auf einer Streckevon kaum 2 Stunden. Ein Wasserfatt ist über demandern, eine Schaumwelle jagt die andere, undunter beständigem Fallen und Stürzen verfolgt sieihren Lauf über zertrümmerte Felsen. Diesenwilden Karakter verliert sie im Urscren Thale,aus dessen alten Seeboden sie langsamer fließt; aber so wie sie durch den Riß des Teufelsbcrgsist, folgt wieder ein Wasserfall auf den andern,und sie fallt auf eine Strecke von ss Stunden nochdritthalb tausend Fuß. Erst bei dem Dorfe amSrege verliert sie dieses wilde Bachgefalle, undfließt nun wie ein Fluß in dem nun immerweiter werdenden Thale auf Altdorf und dem Lu-zerner See zu. >Die Ströme in der Schweiz haben einen ganzverschiedenen Karakter, je nachdem sie naher oderentfernter von ihrer Quelle sind. So wie sie vomGebirge kommen, erscheinen sie wie große bestandigüber Felsen hinstürzende Bache. So die Reuß vomGotthard bis am Aarsteg, so der Rhein vom Gott-hard bis DissentiS oder Truns. Sie haben dann