Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
122
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größer» Raum nimmt sie ein, und desto dünne?und leichter ist sie.

Mariottc, ein Physikerin Paris, war einerder ersten, welcher diese Eigenschaft der Luft, dieeine Folge ihrer Federkraft ist, im Jahr 1670 be-merkte, und von ihm hat das Gesetz, daß die Luft2, 3, gmal dickter wird, wenn sie mit 2, 3, stmalgroßer» Gewichten gedrückt wird, den Namen, dasMariottischc Gesetz.

Da die Luft rogHgmial leichter ist als Quecksil-ber, so muß eine Luftsaule von gleichförmiger Dich-tigkeit, die einer Quecksilbersäule von 1 Zoll dasGleichgewicht halten soll, 10494 Zoll oder 874,6Fuß lang seyn. Wenn nemlich die Luft mit 28Zoll Quecksilber zusammengedrückt ist, oder welchesdasselbe ist, wenn sie einer Quecksilbersäule von 28Zoll das Gleichgewicht halt. Wäre die Luft nurmit 7 Zoll Quecksilber zusammengedrückt, so wäre !sie viermal dünner, folglich viermal leichter, unddie Luftsäule muß viermal so lang seyn, also 3498 !Fuß, wenn sie einer Quecksilbersäule von 1 Zoll dasGleichgewicht halten soll.

Auf diese Weise kann man die Länge jeder Lust-