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Den folgenden Morgen ging ich. über Trins nachdem guellenreichen Flims. — ES war Sonntag,und die Alplerinnen kamen die Berge hinab zurKirche. Wenn wir sie grüßten, so dankten siefreundlich in romanischer Mundart: llvrr enAvaxiainilli Znäos. — In dem untern Rhcinthale ist diereformirte Religion die herrschende — im oberndie katholische. Die meisten verstehen Deutsch undRomanisch. — Doch ist Romanisch die Volkssprache,und in dieser wird auch gepredigt. Wir trafen inTrins einen armen Landprcdiger in einem sehr arm-lichen Rocke von einer andern Gemeine, der dahingekommen war um zu predigen. Seine Bibel warromanisch und in Chur gedruckt. — Diese Spracheist sehr alt, und wahrscheinlich alter als unser La-tein. Nach den geschichtlichen Untersuchungen, dieder Kapitular deS Klosters zu Dissentis, lUamärisn Lzreclra, angestellt hat, wohnten die Rhaticrgmo Jahre vor Christo im nordlichen Italien amFuße der Alpen. Als 62a vor Christo die Gallierüber die Alpen in Italien drangen, so zogen sich dieRhätier in die Alpen, und vorzüglich in die ThalerTirols und Graubündtens. Alle Völker nannten