In einem Dorfe, wo die Pferde gefüttert wur-den, hörte ich m einem Hause einen ganz unbändigenLärm. Ich hielt ihn, weil ein gewisses Zettmaaßdarin war, für eine» pädagogischen, und ging hin-ein. Ich fand, daß ich nicht geirrt hatte. Es warein iungcr Schullehrer, der nach der Pestallozi-schcn Methode unterrichtete.
„Ziehet, sagte der Lehrer, eine gerade Linievon der rechten Hand zur linken."
Die Kinder gehorchten, Was hast du gethan ?fragte er ein Mädchen. „Ich ha-be ei-ne ge-ra-de Li-nie von der Rcch-ten zur Lin-ken ge-zo-gen," antwortete diese ganz fein.
Was hast du gethan? fragte er einen Knaben.„Ich ha-be ei-ne ge-ra-de Li-nie von der Rech-ten zur Lin-ken ge-zo-gen," antwortete diesermit starker Stimme.
So wurden nun alle durchgefragt, und alle ant-worteten dasselbe. Endlich fragte er: Was habt ihrgethan? Nun schrien alle, aber wieder im Zeit-maaße: „Wir ha-ben ei-ne ge-ra-de Li-nievon der Rech-ten zur Lin-ken gc-zo-gcn." —Dieser Chorus machte den Kindern Freude, und