Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
33
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In einer Unterredung, die ich mit Prof. Krampüber die Meteorsteine hatte, erklärte sich dieser be-stimmt gegen die Meinung, daß sie ans dem Mondeausgeworfen seyn könnten, weil: wenn sie auseiner solchen Höhe fielen, sie mit einer solchenGeschwindigkeit auf der Erde ankommen würden,daß sie die ganze Atmosphäre in der Zeit von einerSekunde durchlaufen müßten, und sie würdendann so tief in die Erde schlagen, daß man sienicht wieder fände, da schon eine Kanonkugel 9bis 12 Fuß in einen Erdwalt eindringe."

Da der Stein von zwei Kräften getrieben wird,>von der Anziehungskraft der Erde und von derFliehkraft, und da diese Kräfte sich wechselseitigstören, so ist seine Geschwindigkeit wohl nicht sogroß, als wenn er vom ruhenden Mond auf die Erdegeworfen würde. Aber gesetzt, der Stein langteauch mit einer solchen Geschwindigkeit an der Grenzeunserer Atmosphäre an, daß er die 10 Meilen, diesie etwa hoch seyn mag, in einer Sekunde durchlau-fen würde, so glaube ich doch, daß er wegen desWiderstands der Luft mehr Zeit als eine Sekunde«nd selbst mehr als eins Minute hiezu gebrauchen