Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

ic>

schlank, leicht, durchsichtig da, und trotzt doch derZcir, dem Sturm und dem Negen. Die Steinesind sorgfaltig ausgemahlt; (eSist ein fein kornigerrorhlicher Sandstein, der bei weitem nicht so derVerwitterung ausgesetzt ist, wie der Stein amDom in Kölln) dann mit Eisen aufeinander ge-gossen , und mit seinem Mörtel gefugt. Man siehtl ier eine Zimmerung von Stein, die man sonst nurgewohnt ist in Holz zu sehen.

Der Strasburger Münster ist, wie fast alle go-thische Dome, unvollendet geblieben. Er solltezwei Thürme haben, aber nur der eine ist bis zurSpitze fertig geworden, der andere nur bis auf eineHöhe von 2oo Fuß, wo eine große Altane zwischenden beiden Thürmen ist, und das Münstcrhauschensteht. Bis hiehin können alle steigen, auch die,welche schwindliebt sind. Man findet hier immerGesellschaft, die da spazieren geht, und der schönenAussicht auf die unübersehbaren Ebenen des Elsaßes,des Badenschcn und der Pfalz genießen, die durchnicsitS beschränkt wird, als nur durch die Vo-gesen den Schwarzwald und den Odenwald.Diese Altane ist so allgemein besucht, daß der