man auch ein wenig den Eidgenossen und deinewigen Bunde angehöre.
In der Chronik von Basel ist eine Begebenheitaufgezeichnet, die mir immer besonders gefallen hat.
Im iZten Jahrhundert hatte sich die Stadt un-ter beständigen Kriegen und Fehden durch Erwerb-fleis , Künste und Handel auf eine Stufe der Wohl-habenheit erhoben, deren nur kleine Freistaaten fähigsind, und zwar nur in der unruhigen Zeit, wo sieihre erste Freiheit erwerben. Im Jahr istai wurdesie in den ewigen Bund der Eidgenossen aufgenom-men. Die Thore waren stark bewacht und bestan-dig geschlossen, wegen der Überfälle des benachbar-ten Adels, der neidisch auf das Glück der Bürger,und begierig nach ihren Reichthümern war. — Alsauf dem Kornmarkte die feierliche Bundesbeschwö-rung geschehen war, da fühlten die Bürger, daßsie im Kampfe für bürgerliche Rechte nicht mehr ein-zeln standen, sondern der großen Gemeine der ta-pfern Eidgenossen angehörten. Sie zogen nun dieBesatzung von den Thoren, öffnete» diese, undsetzten eine Frau mit einem Spinnrocken unter dasThor, die den Zoll einnahm. —