VI.
Der Mhsto - Magnetismus
§. 113.
Erregung und Verstärkung des Magnetismus durch-das Sonnenlicht. Morichnn.
Es ist aus der Dioptrik bekannt, daß das Licht, wenn es durchMittel von ungleicher Dichtigkeit, z. B. ans der Luft in GlaS, geht,gebrochen wird und, indem cö seine weiße Farbe verliert, eine Zer-thcilung in verschiedentlich gefärbtes Licht erfährt. Am schönstennimmt mau diese Erscheinung wahr, wenn mau ein Bündel Son-nenstrahlen durch eine kleine runde Oeffnung in dem Fenster in eindunkles Zimmer, und hierauf ein dreiseitig geschliffenes Glas fallenläßt, hinter dem ein weißer Schirm aufgestellt ist. Nach ihrem Ans-tritt aus dem Glase breiten sich die Lichtstrahlen wie- ein Fächer aus,und stellen auf dem Schirme (oberhalb der Stelle, wo ohne dasGlas ein weißcS rundes Sonncnbild entstanden seyn würde) einfarbiges, unten und oben abgerundetes, Bild (das prismatische Far-bcnbild oder farbige Sonncnbild) dar; welches ungefähr fünf Mallänger als breit ist, und in welchem sich in derselben Ordnung wieam Regenbogen, folgende sieben Farben deutlich unterscheiden lassen:zu unterst (wenn die Brcchungskantc des Glases nach unten gehal-ten wurde) roth, dann orangengclb, hierauf hellgelb, grün, hellblau,dunkelblau und zu obcrst violct. Diesen farbigen Strahlen sind be-sondere Kräfte eigen: 'manche von ihnen zeichnen sich durch ihre leuch-
-) D. h. Magnetismus durch Licht erzeugt; von dem Griechischen rsLenit. ^coro5z das Licht.