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Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
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ein rotirender Magnet eine über ihm schwebende Mc-tallscheibe in der Richtung seiner Achsendrehung mitfortreißt. Die Wirkung ist hier wie dort so mächtig, daß selbstmehrere Pfund schwere Platten der Bewegung des Magnetes folgenund mit diesem hcrumgcwirbelt werden. Wenn man nämlich einenmit seinen Schenkeln aufwärts stehenden Hufeisen-Magnet oder eineMetallschere, auf welcher in der Richtung eines Durchmessers einegute Magnetnadel oder sonst ein stabsormigcr Magnet befestigt, undüber dem eine Scheibe von Kupfer, Eisen oder einem andern Metallleicht beweglich horizontal aufgehängt ist, in rasche drehende Bewe-gung um eine vertikale Achse bringt: so geht auch die darüber schwe-bende Mctallschcibc eine Kreisbewegung ein, deren Schnelligkeit durchdieselben Bedingungen, welche auf die Drehung eines über einer ro-tirenden Scheibe schwebenden Magnetes Einfluß haben, modificirtwird. Daß die Bewegung der Metallscheibe in diesem Falledurch magnct-elektrische Strome, von der Art, wie sie im vorigenh. angedeutet wurden, vermittelt werde, machte Faraday durch dieWirkung derselben auf die Multiplikator - Nadel bcmerklich. SeinVerfahren dabei ist folgendes: Eine Küpferscheibe 15 II (Fig. 53.)von einem Fuß im Durchmesser und Zoll Dicke ist, zwischen denbeiden Schenkeln eines Hufeisen-Magnetes N8, der ein gewöhn-licher künstlicher oder ein Elektro - Magnct sepn kann, mittelst einerAchse von Messing L drehbar, so daß die entgegengesetzten Poledes Magnets an den entgegengesetzten Oberflächen der Scheibe naheam Rande sich befinden. Mit der Peripherie der Scheibe stehtdas eine Drahtende k) eines Galvanometers in Verbindung, wäh-rend dessen anderes Ende k? lose um die amalgamirte Achse derScheibe geschlungen ist. Die Verbindung dcS ersteil Drahtendes mitder Peripherie kann entweder durch einen Konduktor, d. h. einen4 Zoll langen, ^ Zoll breiten und Zoll dicken Blei- oder Kupscr-streifen, dessen eines Ende mit dem Galvanomctcrdrahte communicirt,und dessen anderes Ende ausgehöhlt und amalgamirt ist, und aufder Peripherie der Scheibe genau zwischen den beiden Polen dcSMagnetes aufgesetzt wird, vermittelt werden, oder einfacher ohne Con-dnktor dadurch, daß man den Rand der Scheibe selbst cinfurcht, mitQuecksilber amalgamirt und den Draht dcö Galvanometors unmittel-bar in der Furche spielen läßt. Wird die Scheibe zum Rotiren ge-