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Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
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L. MagNetisMtts.

tz. 54.

Bcgrstss dcö Magnctiömuö. (Magnetische Felsen).

In die Klasse der Eisenerze gehört ein Stein, der bei einemstarken Gehalte an Eisen ver den übrigen dnrch manche, gleich näherzu beschreibende Eigcnthümlichkciten, unter andern auch durch die Eigen-schaft sich auszeichnet, das; er (rcgnlinischcö) Eisen und andere Körper,welche entweder von Natur metallisches Eisen enthalten, z. B. Bolus,Tripel, Blutstcin, Wasserblei, oder durch Bearbeitung mit eisernenWerkzeugen eisenhaltig geworden sind, z. B. gefeiltes oder gehämmer-tes Zinn, Messing u. s. w. auS der Ferne anzieht und mitmehr oder weniger Kraft an sich festhält. Man nennt diesen Steinmagnetischen Eisenstein oder einen natürlichen Mag-net"), und die Erscheinungen, welche er darbietet, magnetische.

Nach dem Griechischen weil in der Nähe der Stadt Magne-

sia in Kleinasicn der Stein zuerst gefunden und seine anziehende Kraftgegen das Eisen beobachtet wurde. Durch neuere Erfahrungen hatsich erwiesen, daß außer dem Eisen auch Nickel und Kobaltmctallvon dem Magnclstein angezogen werden; daß aber diese, so wie dasEisen selbst, diese Eigenschaft verlieren, wenn sie mit Arsenik verun-reinigt sind. Auch durch Rost zerstörtes (oxydirtcs) oder bis zumRoth- und Wcißglühcn erhitztes Eisen wird von dem Magnetnicht angezogen. Doch hat Brugmanns gesunden, daß in Säu-ren völlig ausgelöstes Eisen und Eisenvitriol (ein eisenhal-tiges Mittclsalz) noch angezogen wird, und einige Tropfen von jenemoder einige Körner von diesem, auf einem Blättchcn Papier schwimmend,gegen einen entgegen gehaltenen Magnet sich vorwärts bewegen. Diemagnetischen Wirkungen, welche größere Fclscnmassen, z. B. einigeGranitfelsen auf dem Harze (die beiden Schnarcher), der Ilsenstein beiIlsenburg, einige Scrpenthin-Felsen im Baireuthischen, und mehrere ber-gige Meeresküsten (diese durch die den Seefahrern schon oft gefährlich ge-wesene Abzichung der Magnetnadel aus ihrer Richtung) äußern, habenhöchst wahrscheinlich ebenfalls ihren Grund in der Beimischung von ge-wöhnlichem Magneteisenstein. Coulomb zeigte durch sehr feine Ver-suche, daß nicht allein die genannten drei Metalle, sondern auch andereirdijche Stoffe, sowohl organischer als unorganischer Na-