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Tie Anziehung der beiden Pole der Sänke gegen die ihnenentsprechenden Stoffe wirkt mit solcher Kraft, daß diese selbst dannnoch ans ihrer gegenseitigen Verbindung geschieden werden, wenndie Enden der Schlicßnngsdrähte weit von einander abstehen, oderdurch irgend ein Zwischcmnittel, z. B. eine fremde FlüssigkeitSjchicht,von einander getrennt sind. Sic gehen durch dieses hindurch zu ihrenverwandten Elektroden, und sannneln sich um diese an, ohne vonjenem durch chemische Verwandtschaft bei ihrer Wanderung gestört oderzurückgehalten zu werden. Man nennt alle durch den galvanischenStrom zcrsctzbarc Substanzen (nach Faraday) Elektrolyten(clektrolytis chc Körper), den Vorgang selbst die Elcktrolysc,und die durch diese gewonnenen Elemente Jonen oder Iouten,und zwar die an der positiven Elektrode erscheinenden Ani»neu(Aniontcn oder aufsteigende Stoffe, insofern man sich dieSäule ihren Zinkpol nach oben kehrend vorstellt), und die andernegativen Elektrode sich entwickelnden Kationen (Kationtcn oderherabsteigende Stoffe). M. f. F a rada y's neue Terminologieder galvanischen Säule in Dove's Ncpcrt. Bd. 1. S. 175.
Da bei einer galvanischen Säule der elektrische Strom nichtblos in den Schlicßnngsdrähtcn, sondern auch in dem Innern derSäule zwischen den einzelnen Gliedern derselben circulirt (§. 3?.):so muß auch die zwischen den entgegengesetzten Metallen eingeschlosseneleitende Flüssigkeit auf dieselbe Weise in ihre sauren und alkalischen,oder diesen analoge, Bestandtheile zerfällt werden, als wenn mit ihrdie Pole der Säule außerhalb geschlossen würden. Ist die Säulevon Zink- und Kupfcrplatten aufgebaut und der flüssige Leiter eineAuflösung von salzsanrem Natrnm (Küchcusalz) in Wasser: so wirddiese zersetzt, und es tritt in dessen Folge der Wasserstoff des Wassersau das Kupfer und entweicht hier gasförmig; eben so auch dasNatrnm, welches aber in der Flüssigkeit zurückbleibt; der Sauerstoffdes Wassers dagegen und die Salzsäure begeben sich zu der Zink-platte, orydircn diese und verbinden sich mit dem Zink zu salzsanrem
essigsauren Kupfcroxybldsung befindliche Silberplatte einige Minuten hin-durch mit einem Zintstabchen berührt wird. Pogg. Ann. Bd. li),S. 692; Bd. LS, S. 567. Schw. Journ. Bd. 54, S. 40; Bd. 55,S.442,