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An einem breiten, ponceaurothen Band tragen es die Ritter, von der rech-ten Schulter nach der linken Seite, und auf der linken Brust einen silbernenachtstrahligen Stern, mit goldenen Lilien in den Winkeln. In der Mitte ist einviereckiges silbernes Kreuz, auf dessen Einfassung mit goldenen Buchstabenjene Ordensdevise: „In sanguine foedus “ zertheilt steht.
Bei feierlichen Gelegenheiten erscheinen die Ritter in einem Festkleid, wel-ches in einem purpurfarbenen, durchaus mit goldenen Lilien besäeten Mantel,der mit perlfarbenem Taffet gefüttert und hermelinartig besetzt ist, besteht. Rock undWeste sind von drap d’urgent, und den Kopf deckt ein schwarzer Hut mitweisser Feder. Bei dieser Kleidung wird das Ordenszeichen an einer goldenenKette um den Hals getragen, welche abwechselnd aus Bischofsmützen, Bischofs-kreuzen und dem Buchstaben C besteht.
Die Hauptbedingungen des Ordens sind: 1) um jeden Preis die heilige ka-tholische Religion zu vertlieidigen; 2) dem König Grossmeister unverletzlicheTreue zu schwören.
Königlicher Orden des heiligen Ferdinand und des Verdienstes.fReal Ordine di San Ferdinando e dei merito(Taf. XXXV., Fig. 4, 5, 6.)
Durch Decret vom 1. April 1800 wurde dieser Ritterorden von Ferdinand IV.gestiftet, um einen öffentlichen Beweis der Dankbarkeit gegen Gott und den ge-liebten Protector, den heiligen Ferdinand, König von Castilien (welcher im13. Jahrhundert lebte, leiblicher Vetter des heiligen Ludwig und ein gleichgrosser Mann, wie dieser, war), wegen des vollständig wiedereroberten König-reichs zu geben, diejenigen Unterthanen zu belohnen, die bei dieser Gelegenheitausserordentliche Proben von Treue und Ergebenheit gegen die königliche Per-son und Monarchie abgelegt haben, und um in’skünftige die Unterthanen undhauptsächlich den Adel beider Sicilien zum Gefühl der Ehre und des wahrenRuhmes zu ermuntern und anzufeuern.
Bei der Eroberung Italiens und Neapels durch die Franzosen 1806 wurdeder Orden zwar im Königreich Neapel aufgehoben, bestand aber in Sicilien,wohin sich der Neapolitanische Hof begeben hatte, fort. Gegenwärtig blüht erwieder in beiden vereinten Reichen.