noch nicht getauft wäre, so taufte ich ihn denselben Tag noch, wiePetrus die 3MV, die in ihren Herzen Ruhe bekamen, wie Philippusden Kämmrer, und Paulus den Kerkermeister ?c. Deine Weise, sol-che Leute vom Glauben zurückzuhalten, ist gut pharisäisch gemeint,aber gar nicht praktikabel. Denn der Sterbende muß öf-ter an demselben Tag sterben, wo er mir das erste- und lctztemal beich-tet; gewöhnlich komm ich nur ein einziges Mal zu ihm. Deine Me-thode ist aber auch nicht schristmäßig. Als z. B. der Ehebrecherund Mörder David zu Nathan sprach: Ich habe gesündigetwider den Herrn! sprach Nathan sogleich zu David: Sohat auch der Herr Deine Sünden hinwcggcnom-men, Du wirst' nicht sterben. 2 Sam. 12,13. Sagst Du,David habe drei viertel Jahr in der Angst über seine Sünden blei-ben müssen, so frag ich, woher kam seine Angst? Er antwortet selbst:Da ich es wollte verschweigen, verschmachteten mei-ne Gebeine durch mein täglich Heulen, denn DeineHand war Tag und Nacht schwer auf mir. Ps. 32,3.4. Wiewar es aber hernach, da er anderes Sinnes wurde? Er sagt es wic-dcrselber: Ich sprach: ich will dem Herrn meine Uc-hertretung bekennen, da vergabst Du mir meineSünden, (v. 5.) Kurz, wenn Du mich nicht besser widerlegst, alsmitdcmBcispiel Davids und mit dem Thun undLeiden des Mörders,soists nichts mit Deinen Gegenbeweisen. Oder was ist denn All un-ser Thun, Leiden und Büßen? Ich will Dirs sagen: Stelle Dirvor, die ganze Welt sey ein großer Stein, und ein Böglcin putztesein Schnäbelcin an diesem Stein. Wie lange meinst Du, brauchtdies; Böglein, bis es diesen Stein zerputzte und vernichtete? Antw.:es würde doch noch viel früher fertig, als wenn Du mit Deinem Thunund Leiden und Büßen den Stein Deiner Sünden zerputzen undMeiden müßtest. Du kommst mir gerade vor, wie der Bruder desverlornen Sohnes, der nicht zur Tafel gehen wollte, als er von demKnecht im Hofe hörte, daß sein gnädiger Nater dem verlornen, wie-dergefundenen Bruder gleich auf der Stelle ein gemästetes Kalbhabe stechen lassen. Luk. 15. Geh, Lieber! setze Dich zu Tische,raisonuir nicht lange, und iß auch von dem K a l b c, freue Dichlieber mit, daß wir einen so gnädigen Gott haben, der Gute und Bö-se zu seiner Tafel nimmt, dcrBuße thun und Glauben zu-sammensetzt, Mark. 1, 15, der den Kerkermeister in der nämlichenNacht gläubig und selig macht, wo er sich mir dem Schwert erwürgen(eiuSelbstmorderwerden)wollte.Apg.16.Gch, setze Dich und ißmitvomKalb e, das Gott einem Ehebrecher aufsetzen ließ, sonst kom-men die Hurcr und Ehebrecher noch vor Dir ins Reich Gottes. Duftibst wünschest, daß ein selbstgerechter Mensch in solche Sünden siele.Warumhast Du einen so ärgerlichen, bösen Wunsch? Darum,sagst Du selbst, damit er doch überzeugt würde, u.daß er ein Sünder
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