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Martin Boos, der Prediger der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt : sein Selbstbiograph.
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Geistes und mit Feuer." ") Und da sich jener schon über dem Ste-ge befand, wendete er sich noch einmal gegen Boos und sprach: „Ichglaube!" Da sah Boos dessen Angesicht glänzen. Die innere Um-wandlung und Wirkung der Gnade zeigte sich auch äußerlich. Siegingen Beide aus einander und Jeder nach Hause, erstaunt über dieGnade Gottes.

Der neue Wandel, die geistvollen Predigten und Gespräche die-ses Geistlichen,, worüber das Volk, das ihn vorher wohl kannte undbedauerte, jetzt bewunderte, indem es sprach: Mit diesem Mannemuß eine Veränderung vorgegangen seyn! gab Anlaß zu einer neu-en Erweckung. Das Evangelium predigen war jetzt sein Leben, undSterben sein Gewinn, wie er sich öfters ausdrückte. Die Leute rissenMund und Augen auf, kamen und fragten ihn: Was müssen wir thun,daß wir selig werden? Er verkündigte ihnen die frohe Botschaft derVergebung der Sünden im Blute Jesu; Viele glaubten und wurdenerleuchtet, selig, mit Liebe und Geist erfüllt, und waren Alle Ein Herzund Eine Seele, Das ging so fort, wie ein Feuer, das der Herrangezündet hat.

Als Boos dieß hörte, erstaunte er selbst, wurde in seinem Glau-ben mehr gestärkt, und predigte mit noch größerm Eifer, als vorher.Eine Menge Seelen kamen auch zu ihm," bekannten ihre Sünden,glaubten und bekehrten sich zu Jesu, ihrem Heilande, den sie vorhernur dem Namen nach kannten,

4. Nathanael (erzählt nun Zobo, d. i. Boos selbst) hörte undlas, was sich den 13. Sept. 1796 mit obigem Geistlichen zugetragenhatte; erwünschte daher, diese Leute persönlich sehen und sprechenzu können. Er glaube, schrieb er einmal, daß es mit Christo so,wie wirs erfahren hatten, seyn müßte und sollte, aber er hätte da-von noch nichts erfahren, er wäre gleich dem Zachaus, der auf demBaum warte, bis Christus vorübergehe und bei ihm einkehre. Boosantwortete ihm: Er sollte nur ruhig wartcn auf dem Baume, es seyihm, als werde Christus bald selbst in sein Haus und in sein Herzkommen und bei ihm einkehren. Diese Verheißung war ihm undnoch zwey Andern, — wir wollen sie Silas und Markus nennen —sehr lieb. Inzwischen kam noch ein Vierter, ein frommer, gelehrterMann dazu, hörte und las auch, was Gott in diesen Tagen an ar-

ch Boos wollte mit dieser Red? weder den Werth, noch die Nothwendigkcitder Wassertaufe laugnen, noch ein Wiedertäufer werden, sondern nur die Mitthci-tum; des heiligen Geistes anzeigen, die, wie die Bäter es erklären, auch eine Taufegenannt wird, theils weil sie besonders bei der Taufe geschieht, theilS weil dadurchauch außer der Taufe die Seele eben so gereinigt, za noch mehr geschmückt, geheiligtund gestärkt wird. (Siehe lucul/t'uriu.Lidl. «ucr.XI V. Band. Rcgistr. Taufe.S. 45N.) Jesus selbst nennt sein und seiner Jünger Seiden auch eine Taufe.Nur unwissende Menschen konnten daraus eine Ketzerey machen, weil sie wederdie Schrift, noch die Kraft Gottes kennen.