Druckschrift 
22 (1811)
Entstehung
Seite
50
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ruhig abwarteten, daß die französische Armesin Italien durch die Oestreicher und Russenhinlänglich beschäfftigl wurde. Aisdenn wärevielleicht des Königs von Sardinien traun»ges Schicksal noch aufgehalten, wäre dessenArmee noch zur Thciluahme an dem Coali»tionSkriege gegen Frankreich aufgespart wo«den. Zu diesem Kriege rüsteten sich jetztOcstreich und Nußland. Dteß blieb demDirektorium nicht verborgen. Man fühltees in Paris sehr gut, daß die Gesinnungendes Hofes zu Wien sich immer wenigerfreundschaftlich zeigten. Die Unterhandln!»gen zu Selz, zwischen Cobenzl und Francoisde Neufchareau hatten die Absicht einer neu-en Wiederannäherung nicht befördert. DaßOestrcich einer russischen Armee den Durch»marsch durch seine Provinzen gestattete, warso wenig ein Beweis friedlicher Gesinnun«gen, die man zu Wien hegen wollte, daßdie französischen Gesandten (2. Jan. 1799.)den Grafen von Lchrbach deswegen besonderszur Rede stellten; daß sie den Neichsdepu-ttrtcn erklärten, ihre Republik würde es,wenn der Marsch der Russen, von Seitendes deutschen Reichs nicht verhindert wür»