Die Schleichen Unruhs.
dorfer Nbraliam, dem der Neumärker GeorgSebastian den Besitz abgekauft hatte. Auchein Gottlob Nbrabam wird 25. 7. 1700 alsPate genannt. Gin Sohn Joach. Abrh's war27. 4. 1704 Georg Nbrabam getauft,starb aber schon nach 4 Monats. Auch CarlNbrabam, der 20. 5. 1710 Nnna Nulle Nassowheiratete, war Joach. Abrahanis Sohn, vonihm stammt vielleicht der Carl Nbrabam, der21. 2. 1734 bei den sächs. Promnitz-KürassierenLornet wurde, so wie der Carl, der als Leutn.im Drag.-Regt. Normann 6. 5. 1757 vor Pragfiel.2) Dessen Sohn mag Carl Trdmann sein,der, in Schlesien Vkt. 1749 geb., Mai 65 in Pase-walk bei den Ansb.-Bayreuth Dragonern eintrat,3. 11. 66. Fähnrich, 16. 7. 79 Leutn., 9. 6. 86Pr. Leutn., 25 2. 90 Stabskaxitän und 13. 6.92 mit 150 Thlr. pensioniert, aber beim Trainwieder eingestellt, erst 25. 6. 1810 verabschiedetwurde und Sept. 1819 in Straßburg Uckmk.starb. Er kann aber auch zum andern HauseGroßeubohrau gehören, dem wir nun in den ältestenNachkommen Albrechtsohnes Hans nach gehen.
Als Dans's Gattin Wrlula Haugwitz13. 1. 1610 über 1000 Thlr. vatererbe quittierte,waren ihre Schwäger Hans Löben-Kirtschau undDiltrich Winterseld-Ristnitz dabei^). Der beimLeichenzuge Philipps von Gorb genannteFridrich war einer der Söhne von Hans undUrsula: Ikalpar, Dans Frldrlcb und Georgzfrldricb. Dieser jüngste studierte 1623 inFrankfurt a. V.?), bewirtschaftete später einenAnteil Liebschütz und verwaltete als Greis 1675Gladisgorb für seinen unmündigen GroßneffenHans Kaspar, Enkel vvn Hans Fridrich,Sohn von Fridrich Albrecht. 26. 5. 1660war er in Brunzelwalde Testameniszeuge°) beiTarl Magnus Kottwitz.
Daus zfrtdrlcb, anscheinend der älteste,war 1622 mündig geworden, hatte bald daraufTllrlula /lkarjanne . . - .(Gladis?) geheiratetund von Seysried Gladis einen Teil von dessenGladisgorb gekauft, womit er 1.2. 1623 belehntwurde^). 25. 6. 1625 wurden er und Kasparmit dem väterlichen Anteil (Mittel) Großeubohraunach Huldigung belehnt?), aber schon 17. 9. 1625verkaufen sie ihn, so „wie sie und ihr f Vateres besessen", an Seyfrid Gladis, der 20. 8. 1625brieflich sein Leid klagt, er habe an HansFridrich zu billig verkauft und könne, als Soldatmit 7 Kindern in Karolath stehend, nicht durch-kommen. Dabei sagt er „Hansen, sein Keusferhabe aus der Müntzconfusion und schlechtenMüntzsorten selbst so großen Schaden erlitten,daß er fast um alles seine gekommen". Eshandelte sich nun also um den versuch einergerechten Ausgleichung. Kaspar scheint Großen-bohrau weiter bewirtschaftet zu haben, dennobwohl 14. 1. 1628 neben Hans Fridrich
>) Kirchb. Großcnbohr.
Geh. KricgSkanzl. Berlin.
»> A. Breslau Wlogau III. IS I- SOS.
Friedldr. Univ. Matr.
A. Breslau Glogau III. IS m. SS.
Hzgl. Archiv Sagau.
') A. Breslau Glogau III. lö d. SO.
auch mit Gladisgorb belehnt?), wird ihm alsKaspar zu Großenbohrau 18. 6. 1630 untersagt,sich wegen 2 seinem Untertan Melchior Reichevon Kriegsleuten abgenommener Pferde an dessenHafer und Korn schadlos zu halten^). Nunhatte Kaspar so viel eignes Geld in Großen-bohrau hineingewirtschastet, daß Gladis ihm19. 9. 1630 dies Gut abtreten, aber den Kauf-preis durch Amtstaxe festsetzen lassen will3).Langer Streit entbrennt. 14. 3. 1631 wirdentschieden, Gladis soll im Besitz geschützt werden,dem Kaspar aber der Rückkauf zum seinerzeiterhaltenen Preise freistehen?). Das konnte ernicht, denn jener Preis enthielt auch HansFridrichs Abfindung und Kaspars Geldsteckt schon im Gute selbst. Daher'21. 6. 1632neue kommissarische Verhandlung. 6. 4. 1634huldigt Kaspar für Großenbohrau demLobkowitz5). Er war nun neben Seyfrid GladisHerr, huldigt aber zugleich „item wegen derFrau Waldau".
Aus der wüsten Zeit fehlen viele Nachrichten,es ergibt sich nur, daß, als Kaspar um 1676starb, seine Witwe Warbara Seelstrang-Gladisgorb ihm bald folgte. 29. 1. 1676 machtesie ihr Testament, das in Glogau 29. 10. 1676eröffnet wurde°). Also starb sie etwa September1676. Noch 12 5. 1676 hatte sie mangelseigner Töchter ihre Aussteuer an die mitEhristof Ioachim-Zöcklau verheiratete NichteDelene Seelstrang verkauft?).
Kaspar verpachtete 29. 3. 1666 seinen Besitzzu Großenbohrau an Hans Thrf. Schönborn°).1666 und 1668 ist er als Vormund der Haug-witz-Metschlau Unmündigen mit Balzer Lüttwitzgenannt^), ebenso noch einmal 30. 1. 1669?°).)n Glogau erläßt das Gericht 17. 12. 1670einen„Abschied zwischen dem Tschammer Gslawitz-schcn Vertreter und adcitierten Kaspar-Großen-bohrau" nebst den Gladis-GroßenbohrauschenErbe», dann den Haugwitz-Metzschlau Vor-mündern??). — 16. 3. 1671 bezeugt Kasxar denvergleich der Gebr. Hangwitz mit Kaspar Gigaswegen der Hartaner Ulühle?^). 13. 7. 1673 ver-pachtet er sein Gut an Anna Helene Abschatzgeb. Tschesch ?2). — Die letzte Nachricht vonKaspar ist, daß er 24. 2. 1676 zu Zyrus (?)an Joh. Röder für geliehene 50 Thlr. ein Stückvom Großenbohrauer Walde an der SaganerLandstraße überläßt??).
Hier ist daran zu denken, daß den Großenbohr.U's. Lchnsmitrechte an Gorb so gut verblieben,wie den Gorbern an Großenb. und ebenso
>) Hzgl. Archiv Sagau.
»i A. Breslau Glogau III. 18 k. S7.
»I Ebenda 12 g. SV2.
Ebenda oss.
°1 Ebenda 16 d. 207.
«> Ebenda Tcstam. II.
7) Ebenda O. A. Zöcklau.
Ebenda Großenbohrau.
°) Ebenda Harlan und Nd. Lcschen.») Ebenda Glog. III. IS ni. 2»z.»> Ebenda 121>, 100.
Ebenda O. A. Harlan.
Ebenda Großenbohrau."> Ebenda.