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Zwei Stimmen über Leichen-Hallen, zur Würdigung für Menschen-Freunde
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anbcrn Singen ein tjoc^jt felteneS, wenn gleich unangenehmes ©rcignißoorfä'Ut, olä nicht beacßtungSwertb betrachtet wirb. — 5076ge unSbcr4ptmmcl in bem hier oorlicgenbett gatte üor ber Anrocnbung eines fot=d)en SRaßftabeS bewahren! 25od) fcheint jum SSßeil barin ber ©runbber geringem 33ead)tung beS hier in Siebe jteßenbcn ©egenjtanbcS juliegen, welker freilich feinen Urfptung fchon t>or unferer 3eit hat.

SBenn man fiel) bie ©efettfebaft als ein Snbioibuum benft, unbwieber {eben ©tnjelnen als ein ©lieb beffelben betrachtet, fo geht fchonnaturgemäß bie wechfelfcitige fBorforglicßfeit in biefem gatte mehr alsirgendwo ßemor, ohne baß eS weiterer Argumentationen bebürfte. — —SQ3ie lange möchte e§ aber noch anftehen, bis ein febeS ©lieb ber ®e*fettfeßaft oon biefem ©tanbpunfte auS, beffen, wa§ ber Allgemein*heit «Roth tl)ut, ergriffen fein würbe. — ©o lange bis baS @al$ ber©rbe, ©ßrifti ad)te Stinger als bie Sieben an ihrem SBeinffocE ben gleichen©eift atbmen, unb hie fegnenbe grueßt einer tl)ätigcn Siebe, wie attent*halben fo auch ht« 5« verbreiten fuchen.

©eltfamer ©ontraft im SRenfcßenleben, wenn man ba§ mit attentAufwanb an Seit unb Sofien oerbunbene ^Raffinement für jebe Art pon©cnüffen betrachtet. — Äaum fcßließt ber SRenfd) bie Augen, fo wirbmit ber größten ©parfamfeit bie Seit unb ber Staunt gemeffen, bamitihm ja nicht mehr baoon jufomme, als man glanbt, baß eben oon*nöthen fei.

Seite Seit, wo wie bei bem ©ingang in ba§ Sehen aud) bei feinemAuSgang alle jene unwichtige SSorforglicfjieit ©tatt finben wirb, bie berSJienfcl) in einer abfolut paffmen Sage eben fo fehr bebarf, als er fiefid) wünfdjcn muß, wirb ihm aud) als eine humanere unb beffere erfeßei*nen; fie wirb ben Anfang einer ©pocße bilben, wo mit ruhigerer 3u*»erläffigfeit über ba§ wette SSobtcnfelb ber ©rbe ßingefdßaut werbenfann, ohne baß irgenb ein quälenber Sweifel ober eine gritbelnbe ©orgeüber baS enblofe ©cßidfal- beS Abgefcßiebenen laut ju werben braucht.

SSaS fott ben SRenfcßen als folcßen eßren, wenn biefer fteß nichtfelbft tn feines ©leicßen eßrt? Unb wo mehr als beim lebten Abfcßiebfollte feßon ber SRenfcßßeit felbft wegen eine folcße ©eftnnung fid) funbgeben? ©o wenig eS eine SRöglicßfeit ifi, allen 9Renfd)en unb in allenSagen beijufteßen, fo foUte hoch jebem Sterblichen baS berußigenbe ©c=fußt beiwoßnen, baß man aud) ihn bei feinem ^jinübergange als ein©lieb bet großen «Dtenfchenfamilie beachten unb als ein folcßeS ein gleichgefiebertes SooS mit allen tßeiten werbe.