Druckschrift 
11 (1803)
Entstehung
Seite
374
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S74

Frankreich, Spaniens ohnedieß sehr gesunkeneMacht nicht länger fürchten durste, schlugdem spanischen Hofe nicht nur eine neue An-leihe von 500000 Ducaten ab, sondern ver-langte auch die Wiederbczahlung, der vonseinem Vorfahren vorgeschossenen Summen.Den Juden, die aus Spanien und Portugalfortgejagt wurden, wies er zu Livorno eineFreystätte an. Nach dieser Stadt, die ausstinkenden Sümpfen in ansehnlicher Gestaltsich empor hob, lud er alle Nationen zumfrey.cn Handel ein. Seine Tochter Mariewurde die Gemahlin seines Freundes Hein-richs IV von Frankreich, dem sie eine Aus-steuer von 600000 Scudi mitbrachte. Ihrfolgte Eleonore Dori, deren Ranke aufFrankreichs Schicksal einen so bedeutendenEinfluß hatten. Ferdinand, der auf Beför-derung der Betriebsamkeit seines Volkes,und auf die Unterstützung seiner Freundeund Bundesgenossen, so große Summen ver-wendete, hinterließ (1609 Febr.) einenSchatz von 2v Mistion Seudi. Wie ergie-big muß damahls Toscana nicht gewesen seyn!Unter seinem Nachfolger, dem kränklichen,

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