Druckschrift 
11 (1803)
Entstehung
Seite
307
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Jacob liebte Jugend, Schönheit, und kör-perliche Anmuth. Es kam also mir daraufan, seine Aufmerksamkeit auf den artigenJüngling geschickt hinzulenken. Hay ließdenselben, ohne ihn vorher bey Hof anzmmelden, bey einem Turniere dem Königeseinen Schild, und seine Devise, überreichen.Als sich Carre dem Könige näherte, warfihn sein Pferd ab, und er brach ein Dein.Dieß zog Jacobs Aufmerksamkeit um sostarker an. Er ließ ihn in sein Schloßbringen; er widmete ihm eine besondreSorgfalt. Der Gedanke, aus dem talent-vollen Jüngling einen geschickten Ministerzu bilden, schmeichelte seiner Eitelkeit. Unddoch soll der Minister-Candidat nicht ein-mahl die Anfangsgründe der lateinischenSprache gewußt haben. Aber Jacob behan-delte ihn auch wohl wie einen kleinen Schul-kunden; er gab ihm die Ruthe. Seine Liebezu ihm, die man indessen für unschuldighielt, bewirkte, daß er mit den Fortschrittendesselben äusserst zufrieden war. So stiegCarre in kurzer Zeit zum Ritter, zum Vi-comte, zum Besitzer des Hosenbandordens,zum Milgliede des geheimen Raths, empor.

U 2 Kurz,