Druckschrift 
11 (1803)
Entstehung
Seite
263
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zogen das Urtheil gegen Aachen. Ihr Kö-nig, Philipp III, Key dem Tode seinesVaters, Philipps II, *) erst zwanzigJahre alt, und in der Grammatik besser,als in der Politik, unterrichtet, fühlte sowenig Rcgierungseifer in sich, daß er dieLeitung der Geschäfte seinem ersten Mini-ster, dem Herzoge von Lcrma, ganz über-ließ. Don Francisco de Noxas, de Sau-doval, Marquis von Denia, und hernachHerzog von Lcrma, schaffte Philipps IIArt der Staatsverwaltung, der an derSpitze eines Staatsrathes selbst regierte,zum Vergnügen seines Monarchen ab, undübernahm die Geschäfte ganz allein. Ei-gentlich war er aber nicht derjenige, der dasRuder der Regierung in den Händen hatte,sondern sein Günstling D. Rvdrigo de Cal-dcrona, der Sohn eines armen Soldatenvon Antwerpen, erst sein Page oder Be-dienter, und hernach ein Graf, ein Mini-stergchülfe, der jährlich looooco Kronentha-lcr Einkünfte zog. Dieser Caldersna, einstolzer, höchst anmaßlicher, die Gunst des

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