Druckschrift 
11 (1803)
Entstehung
Seite
131
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aber Plettenberg siegte (im Sept. d. I.)abermahls mit 14000 Mann über 90000Russen. Am meisten schadete diesen das grobeGeschütz der deutschen Ritter. Der HeermcisterWalther von Plettenberg wagte es (1521)in der Folge, sich von der Verbindung mitdem deutschen Orden in Preusscn loszureißen.Man erkannte ihn in Deutschland für einenNeichsfürstcn. Die Untcrthanen nahmendie luthcrsche Religion an, und Licflandnäherte sich dem Zeitpunkte, gleich dembenachbarten Preusscn, ein weltlicher Staatzu werden. Aber seine Ruhe und Wohl-fahrt wurde durch die Händel, welche derErzbischof von Riga, und die Bischöfe vonNeval, Dorpal, Oesel und Pilten, theilsunter sich, theils mit dem Hccrmeisterhatten, gewaltig gestört. Noch größerwurde das Unglück dadurch, daß die benach-barten Staaten, als Nußland, Schweden,Preussen, Polen, Dänemark und Deutsch-land diese Gelegenheit benutzten, um inLicflands Angelegenheiten sich einzumischen.Der Erzbischof hatte das Schicksal, in dieGefangenschaft seiner Feinde zu gerathen.

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