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Katharmc wußte ihren Sohn, den König,bey Gelegenheit einer Jagd, in ein Schloßzu locken, wo er, von seinen Nöthen ge-trennt, der mütterlichen Zärtlichkeit, die ihn,von ihren Freunden unterstützt, bestürmte,nicht ausweichen konnte. Jetzt wurde Co-ligni's Tod von der Katharmc und ihrenVertrauten bcühlossen. Die Kugel einesMeuchelmörders, der (1572 Aug.) aus einemHause nach ihm schoß, nahm ihm aber nureinen Finger weg. Coligni wies sogleichauf das Haus, wo der Schuß herkam.Man erklarte diese That für ein Werk derGuisen. Karl, der von dem Mordplanenichts wußte, wurde bestürzt, und legte,mit seinem ganzen Hofstaate, bey dem Ad-wiral einen Besuch ab. Die listige Katha-rine, die über bcyde Partheyen herrschenwollte, und dieses nur durch ihre Uneinig-keit zu bewirken glaubte, hielt es endlichdoch für rathsam, dem Könige das Geheim-nis, zu entdecken. Coligni's Tod wäre, sagtesie, zum Besten des Staates beschlossen wor-den; die Hugucnotten hatten die abscheu-lichsten Absichten. Diese schienen durch dieunvorsichtigen Drohungen, die sie geäussert
hat-