Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
309
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ZO9

Conde, der nicht allein durch Franzosen,sondern auch durch 8000 Hessen verstärktworden war, rückte hierauf gerade gegenParis an; er ließ sich jedoch (im Dec.) durchUnterhandlungen so lange täuschen, bis Pa-ris stärker befestigt war, bis noch 6000 Spa-nier, die Philipp II schickte, sich genäherthatten. Csnde zog sich nun nach der Nor-Mandic, um den Engländern naher zu seyn.Die königliche Armee rückte ihm unvorzüg-lich nach. Sie zahlte 14000 zu Fuß, und4000 zu Pferde. Conde hatte eben so vielReiter, aber nur halb so viel Fußvolk.Diese Heere lieferten nun einander (19 Dec.)bey Dreux (in Zsle de France) eine Schlacht.Zwar wurde Montmorency von CondesTruppen gefangen; aber Conde hatte, vonseiner Hitze zu weit geführt, eben diesesSchicksal; der Marschall von St. Andrewurde gctödtel, und Coligni, der nun-mehrige Oberbefehlshaber der Hugnenotten,mußte sich zurückziehen. Auf bcyden Seitenzählte man zusammen 8 bis 9000 Todteund Verwundete. Der gefangne Condewurde von dem Herzog von Guise so freund-schaftlich behandelt, daß er ihn in seinemBette bey sich schlafen ließ. Durch