Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
301
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ZOl

Aber die Gewissensfreyheit der Hugue-notten blieb noch immer unterdrückt. DerKönig von Navarra trug ihre Beschwerdendem Hofe in einer Bittschrift vor. Manhielt, um einer Vereinigung entgegen zuarbeiten, zu Poissy eine Neligionsuntcrrc-dung. Allein Beza, Calvins Liebling, ver-teidigte die Meynungen der Huguenottcnzu unvorsichtig, indem er unter andernäusserte: Christus wäre vom Brod undWeine im Abendmahle eben so weit ent-fernt, als der Himmel von der Erde.Die Katholiken bekamen dadurch Gelegen-heit, die Reformirten für Gotteslästerer zuerklären. Die Erbitterung zwischen bcydenParthcyen nahm noch mehr zu. Der Connc-table von Montmorency, der Herzog vonGuisc, und der Marquis von St. Andre,machten, bcy dem Abendmahlsaltare, sichfeierlich verbindlich, die Erhaltung des altenGlaubens aus allen Kräften sich angelegenscyn zu lassen. Der unbarmherzigste Feindder Huguenotten war damahls Montmo-rency, der selbst in ihre Versammlung s-hauser gieng, ihre Prediger verjagte, unddie Prcdigcrstühle und Kanzeln verbrennte.

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