Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
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Heinrich mit ausserordentlicher Geschicklichkeitmehr als eine Lanze gebrochen, als einSplitter von der Lanze seines Gegners, desGrafen Montgommcri, ihn durch das Vislerdes Helms, tief über dem rechten Auge,in den Kopf traf, und diese Wunde war sotödtlich, daß er elf Tage hernach (am 10.Jul.) aus der Welt schied, nachdem er seinLeben nicht höher als auf 40 Zahre ge-bracht hatte. Von seiner Gemahlin Katha-rinc von Medici, einer Prinzessin von vielenvorzüglichen Eigenschaften des Geistes, aberauch von einer rankcvollen Schlauheit, hin-terließ er, ausser seinem ersten NachfolgerFranz II, noch zwey andre Söhne, diegleichfalls den Thron bestiegen haben, nehm-lich Karl IX und Heinrich III. So sehrals er die Mutter derselben haßte, so zärt-lich liebte er seine Maitrcsse, die Dianavon Poiticrs, die er nach dem Tode seinesVaters zur Herzogin von Valentinois erho-ben hatte. Sie behauptete sich auch immerbey gleicher Gewalt über ihn, ob sie gleichseine ausserordentliche Ergebenheit für ihrePerson durch nichts weniger, als durch ihreTreue, verdiente, ob sie gleich sich nicht

ein-