Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
193
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disches Fräulein, Nahmens Vomzecst. Ihrenersten Gemahl, Alexander von Medici, ver-lohr sie schon im ersten Jahre ihrer unglück-lichen Ehe. Zum zwentcnmahle wurde siemit cinem Nepoten des Pabstes Pauls III,Octavio Farnese, cinem dreizehnjährigenPrinzen, vermählt. Ucberhaupt paßte siesich aber, ihres männlichen Geistes, undihrer männlichen Neigungen wegen, unterwelchen besonders ihre Zagdliebhaberey her-vorstach, sehr wenig zu einer zärtlichen Gat-tin. Sie hatte so wenig weibliche Anmuth,daß man sie eher für einen verkleideten Mann,als für eine Frau hielt. Dem Philippempfahl sie sich durch ihre Frömmigkeit. DieProvinzen hatten aber, ausser der General-sratthalterin, noch ihre eignen Statthalter,unter welchen sich der Prinz von Oranicn,und der Graf von Egmond, besonders aus-zeichneten. Wilhelm von Nassau, Prinz vonOranien, ein deutscher Protestant, Karls VLiebling und Vertrauter, von ihm in denwichtigsten Staatsgeschässten gebraucht, warddurch die großen Güther der Fürsten vonChalons-Orange in Bvurgogne und in denNiederlanden, die ihm durch Erbschaft zu-GalitttiWells. ivx Zss N sielen.