machen, und alle heitern, alle leutseligenMienen ans seinem Gesichte zn entfernen.Eben deswegen sprach er nur wenig, nurabgebrochen und cinsylbig; desto weitläusti-ger drückte er sich in seinen Schreiben aus.Nur wenigen gestattete er den Zutritt;immer war er voll Mißtrauen und Arg-wohn. Langsamkeit und Uncntschlosscnhcitkündigte sich in seinen meisten Handlungenan. Stolz auf den Titel eines katholischenKönigs, hielt er sich zum strengsten Ncli-gionseiser verpflichtet.
Diesen Religisnseifer zu beweisen, schie-nen ihn die mancherlei) Sectcn, die in denNiederlanden herrschten, besonders aufzufor-dern. Ihre Unterdrückung war der Gedanke,der ihn vorzüglich beschäfftigte. Er glaubte,man hatte sie bisher zn nachsichtsvoll behan-delt. Er wollte daher, besonders seit demFrieden zu Chateau-Cambresis (1559) wie-der einlenken, und die katholische Religionzur alleinherrschenden machen. Neue Bis-rhümer sollten diese Absicht befördern helfen.Die Inquisition sollte sie vollenden. Anstattder vier Bisthümer, die sich bisher in die
geist-