Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
132
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Hier fand noch mehr als Inquisition-,-strenge statt.

Heinrich bcschafftigte sich um diese Zeitfast blos mit theologischen Grillen, odermir Weibern. Iobaunc Seumour war(i)Z7) gestorben. Crsmwell empfahl ihmzur vierten Geinahlin die Prinzessin Annavon Cleve, die Schwester der KurfürstinSybille von Sachsen, die ein schönes Ge-mählde von Holbcin ihm sehr liebenswürdigdarstellte. Voll Sehnsucht reiste ihr Hein-rich (1540) heimlich bis Nochcstcr entgegen.Aber wie sehr sah er sich in seiner Erwar-tung getäuscht! Anna war groß und stark,aber nichts weniger als reihend gebaut.Sie verstand blos ihre Muttersprache. Einegroße flandrische Stute, sagte Heinrich, dieich unmöglich lieben kann! Aus Besorgnis;wegen der deutschen Fürsten, und vornehm-lich wegen der schmalkaldischen Bundesgenos-sen, entschloß er sich dennoch (1540) diesePrinzessin zu hcprathcn; doch konnte er sichnicht überwinden, alle Rechte eines Eheman-nes bcy ihr geltend zu machen, und wenner sie auch mit Höflichkeit behandelte, so

wurde