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hatten, und man wurde dadurch bewogen,den Proecß gegen den Urheber derselbenweniger mit Ungestüm zu betreiben. Der-pabstlichc Unwille lenkte sich nun auf Tctzeln,der durch sein unbesonnenes und eigennützigesVerfahren den Ablaß so verhaßt gemachthatte. Von Miltitz, ein sächsischer Edelmann,und einer von Leos Kammcrhcrren, erhieltden Auftrag, den Tetzel, wegen seinerschändlichen Betrügerei,en, zur Verantwor-tung zu ziehen. Er befahl ihm, von Leipzig,wo er sich damahls im Augustinerklosieraufhielt, »ach Altenburg zu kommen. Tetzelentschuldigte sich mit der Gefahr der Reise.So groß wax schon damahls die Anzahl vonLuthers Freunden! Miltitz gicng hierauf(1519) selbst nach Leipzig. Tetzel erhieltvon ihm die bittersten. Verweise; auchdrohcte er ihm mit der Ungnade des Pabstcs.Vielleicht trug der Aerger, den Tetzel dar-über empfand, zur Beschleunigung seinesbald darauf erfolgten Todes sehr viel be».Luther bewies sich gegen den sterbenden Tetzelso cdelmüthig, daß er ihm Trost zusprach,daß er ihn seiner herzlichen Thetlnahme anseinem Schicksale versicherte.
Miltitz