aber so wenig unterstützen konnte daß ereinen Currcntschüler abgeben mußte. Endlichnahm ihn eino Verwandte seiner MutterMargrcthe, die Wittwe Kotta, in ihr Hansauf, um ihm, in Gesellschaft ihrer Kinder,seinen Aufenthalt in Eifenach angenehmerzu machen. Luther, der jetzt einer erfreu-licher» Muse genoß, siudirtc mit rastlosemEifer, und benutzte seine wenigen Erholuugs-stunden, um sich im Drechseln, in derMusik, und in der Dichtkunst, zu üben.Bald brachte er es im Gesänge, und aufmehreren Instrumenten, zn einer nichtgemeinen Vollkommenheit; auch setzte erschon Choräle. Auf seine Bildung hatte derdamahlige Retter der cisenachischen Schule,Johann Trebonius, ein gelehrter, helldcn-kender Kopf, und berühmter Dichter, einenglücklichen Einfluß. Auch war es für ebendiese Bildung nicht unbedeutend, dasi dieLehren und Grundsätze Johann Hiltens,des ehemahligcn Lehrers der cisenachischenSchule, den die Mönche im Gefängnissesterben ließen, auf eben dieser Untcrwcisungscanstatt im lebhaften Andenken waren.
Auch