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noch nie erhoben, und die Grundfestendesselben waren noch nie so schrecklicherschüttert worden. Luther vollendete das?jcnigc, was Wiklcf und Huß nur versuchthatten. Unstreitig übertraf er beyde anEntschlossenheit und Beharrlichkeit; aberviel, recht viel wirkten doch die Umständezur Beförderung seines allmahlig sich ent?wickelnden Planes.
Luther wirkte zuerst in einem Lande,welches keiner unbarmherzigen Inquisition,keiner wachsamen Aufsicht eines eifrigenBischofes, unterworfen war. Der ErzbifchofAlbrecht von Magdeburg, unter dessenSprengel der Schauplatz seiner Thattgkeicgehörte, lebte, als Kurfürst von Maynz,in der Entfernung; auch war sein Neligions?eifcr weniger groß, als seine Neigung zu.dem, was der Sinnlichkeit schmeichelt. DerKurfürst von Sachsen Friedrich III, einerder einsichtsvollsten und weisesten Fürstenseiner Zeit, fühlte zu wenig Beruf, denNeliaionsncuercr Luther zu unterdrücken;noch weniger fühlten ihn die würdigenManner, deren Rath für ihn die größteWichtigkeit hatte.
Martin