459
unteren Spizen jedesmal mit einem Jagdhorn: In der Mitte stehet ein rundes grüngeschmelztes Schildchen,auf dessen Haupt-Seite der Chiffre 5T mit der Königs-Krone, und auf der Kehrseite ein goldner Adler zusehen ist: wie solches aus der beigefügten ersten Kupfertafel klar erhellt. Dieses Kreuz soll bei grossenFeierlichkeiten, bei welchen die Hilter in ihrer Ordens-Kleidung zu erscheinen haben, an einer goldenenKette, nach der hier beigefügten zweiten Kupfertafel, über dem Mantel getragen werden. Diese Kette istaus drei goldenen Schildchen zusammengesezt; das erste stellt einen goldenen Adler vor; auf dem zweiten
befindet sich der Namens-Chiffre und über demselben die Königs - Krone; auf dem dritten Schildchen
sind 3 aneinander gefügte Jagdhörner abgebildet. Auf eben dieser zweiten Kupfertafel ist auch die ganzeKette in ihrem Zusammenhänge im Kleinen ahgehildet.
Ausser grossen Feierlichkeiten aber und gewöhnlich wird das Ordens - Kreuz an einem ponceaurothen,handbreiten, seidenen gewässerten Band von der linken Schulter zur rechten Seite abhangend getragen.
XI.
Neben diesem Kreuze wird nach der auf der ersten Kupfer-Tafel ebenfalls beigefügten Vorstellung aufdem Ilok an der linken Brust ein gestiktes silbernes Kreuz getragen, in dessen Mitte und Boden das Ordens-Zeichen gearbeitet ist, samt dem in einem grünen Hing um dasselbe mit Gold gestikten Denkspruch des Ordens:
Virtutis amieitiaeque foedus.
Diese Ordens-Insignien sind in der Hegel von allen Rittern beständig zu tragen.
Wir wollen jedoch neben gekrönte:! Häuptern und andern Souverains, auch für diejenigen Ordens-Glieder eine Ausnahme bestimmen, welche zugleich mit Unserin Orden auch einen Kaiserlichen oder Königli-chen Orden von ihrem Monarchen oder Dienstherrn an eben derselben Stelle zu tragen haben; diese sind je-doch in solchem Falle verbunden, das kleine Ordens-Kreuz au einem rothen schmäleren Bande am Halsezu tragen.
XII.
Auch wird jeder, welcher in diesem hohen und edlen Orden zu stehen die Ehre hat; zu dessen öffentlichemZeugniss seinem Geschlechts-Wappen auch das Ordens-Kreuz an der Ordens-Kette hangend unten beifügen.
XIII.
Die Ordens - Kleidung besteht in einem grünsammtenen Kleide von ordinairem Schnitt, wie die Hof-Kleider, mit goldglacetenen Aufschlägen, dergleichen Veste, grünsammtenen Beinkleidern, weissseidenenStrümpfen, schwarzen Schuhen mit einer weissen Masche über den Schnallen; dergleichen weisse Maschewird auch über die Jarretiere - Schnallen befestigt.
Das Kleid ist mit weissem Atlas gefüttert. — Auf demselben wird wie gewöhnlich der Ordens-Sternauf der linken Brust getragen; über dem Rok tragen die Ritter einen rothsammtenen Mantel mit einem brei-ten Kragen von Gold-Glace, über welchen sie die goldene Ordens-Kette mit dem Ordens-Kreuz um denHals anlegen. Der Mantel ist ebenfalls mit weissem Atlass gefüttert. An dem goldenen oder silbervergol-deten Degen wird von denjenigen Rittern, welche das Porte-Epee nicht tragen, eine roth und goldeneBandschlaufe befestigt. Auf dem Kopf tragen die Ritter einen schwarzsammtenen Hut a la Henri IV. aufge-schlagen , auf der Vorderseite desselben ist eine rotlie Cocarde mit goldenem Knopf und dergleichen Schlaufe,und auf dem Hute zwei weisse und eine rotlie Feder.
Der Ordens-Ceremonienmeister hat die nemliche Kleidung wie die Ordens-Ritter. Ist er aber nichtwürkliches Milglied des Ordens, so trägt derselbe die Medaille am rotheu Bande über dem Rok um denHals, und einen kurzen rotheu sammtenen Mantel, der bis an die Kniebeuge geht.
Der Secretair und der Schazmeister dieses Ordens tragen grünsammtene Röcke, Veste und Beinkleider,aber ohne goldene Aufschläge und ohne Mäntel, auch ordinair aufgeschlagene Hüte, jedoch aber das Ordens-Zeichen um den Hals an einem breiten Baude über dem Rock.
Der Ordens-Herold hat die nemliche Kleidung, wie der Wappen-Herold.
Katholische Geistliche, welche diesen Orden haben, bleiben in ihrer geistlichen Tracht.
XIV.
Die Aufnahme in diesen Orden kann nie nachgesuclit werden, sondern hängt allein von der Entschlies-sung des Königs, als des Ordens-Herrn, ab.
58 *