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seit 1350 bestanden, und nur leichte Abänderungen in seiner ursprünglichen Or-ganisation erfahren.
Seine Statuten bestimmten in sehr vielen Artikeln, dass blos Souveräne undEngländer vom höchsten Adel diesen nur aus einer Classe bestellenden Ordenerhalten sollten. — Die Ordens-Mitglieder bilden ein besonderes Capitel, wel-ches sich am 22. April in der Capelle des heiligen Georg im Schloss Wind-sor versammelt. Das Capitel hat die neu zu ernennenden Ritter vorzusclilagen,der König entscheidet. Die Zahl der Ritter ist auf 25 gesetzt; die Prinzen desköniglichen Hauses und die Fremden gehören nicht zu dieser Anzahl. Ausserden 25 Rittern und denjenigen, welchen der. König wegen vorzüglichen militä-rischen Verdiensten diesen Orden verleiht — ernennt er auch die sogenanntenarmen Ritter von Windsor, die gewöhnlich aus dem Adel- oder Militär-stand genommen werden sollten, jetzt aber gewöhnlich nur alte dem König em-pfohlene Ilofdiener sind. Diese müssen, weil sie, nach dem Sinn der Ordens-gesetze, Alters halber im Feld nicht mehr dienen können, die Morgen- undAbendgebete in der Ordenscapelle verrichten, für den Grossmeister und alleRitter beten und erhalten eine Pension von 300 Pfund Sterling. Die Officiantendes Ordens, welche besondere Decorationen und Ceremouialtrachten haben, sind:ein Prälat, stets der Bischof von Windsor, ein Kanzler, stets der Bischof vonSalisbury, ein Secretär, stets der Dekan von Windsor, ein Wappenkönig, derdie Aufsicht über die Ordensgebräuche führt, und vorzugsweise Garter (Hosen-band) heisst, und ein Herold, Black rod (Schwarzstab) genannt. Ausser diesenOfficianten unterhält der Orden 12 Canonici mit einer Anzahl untergeordneterGeistlichen etc.
Das Ordenszeichen besteht aus einem Knieband von dunkelblauem Saiiimt,mit Gold besetzt, und mit der in Gold gestickten Devise: Ilonny sott qui mal
gen Krieg siegten die Engländer besonders entscheidend hei Crecy (1316), wo König Eduard den Schlacht-ruf: „St. Georg!“ angestimmt und das Zeichen zum Angriff durch das Schwingen seiner Lanze, woran einblaues Band befestigt war, gegeben hatte. Nach glücklicher Erringung einiger französischer Gebiete durchden Frieden von Breiigny, wiederholte er am Pfingsttag 1350 die früher schon öfters gefeierten Feste, welcheeine Nachahmung oder Wiederherstellung der alten Tafelrunde bilden sollten. Bei diesem Fest vereinigte ereine Anzahl der tapfersten Kampfgenossen von Crecy und ertheilte ihnen zum Zeichen der Verbrüderung undzuin Andenken an jenen merkwürdigen Sieg ein blaues Knieband mit dem Motto: Hoimi soit qui mal ypense. Dieses Motto sollte eine Art von Entschuldigung oder Beschönigung der ganz ungewöhnlichen Aus-zeichnung durch ein Knieband scyn.
Ich bekenne mich zu dem Glauben an die erste dieser Sagen, weil diese dem Geist von Ednard’sCourtoisie und glühender Leidenschaft, dem Hang der Zeit und zugleich dem Motto vollkommen zu entspre-chen scheint, während die übrigen Erzählungen nur sprüd und erzwungen klingen, das Motto gleichsaman den Haaren herbeiziehen. A. d. V.
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