Freie ilcutsc!*©
Ai s 1813 der Drang nach Befreiung yoii Napoleonischem Joch und die Sehn-sucht nach deutscher Nationalität und Selbstständigkeit, in allen deutschen Gauenso feurig erwachten, erhoben sich auch die seit Kurzem Frankreich unmittelbareinverleibten und unsäglich bedrückten Hansestädte und das seiner uralten Selbst-ständigkeit beraubte Frankfurt mit wahrer Begeisterung zu dem grossen Ent-scheidungskampf.
Die Städte Hamburg, Bremen und Lübeck errichteten mit bedeutenden Opfernihre Hanseatische Legion, und Frankfurt sammelte eine schöne Schaar Freiwilli-ger zu den deutschen Fahnen. Beide Corps erwarben sich in den Kämpfen derJahre 1813, 1814 und 1815 die ehrenvollste Anerkennung und bildeten gleich-sam die Stämme zu den nach dem Frieden von Paris errichteten Contiugentendieser 4 freien deutschen Städte.
Zum feierlichen und dauernden Andenken an jene Tage der nationalenSchilderhebung und der ehrenvollsten Kämpfe, errichteten die 3 Hansestädte fürdie wackern Genossen ihrer gemeinschaftlichen Hanseatischen Legion eine Kriegs-denkmünze, und Frankfurt eine ähnliche für die Feldzüge von 1813 u. 1814,(Siehe Tafel IX., Fig. 15 u. 16) eine zweite für den Feldzug von 1815 (Ta-fel IX., Fig. 13 u. 14).
Die Statuten aller dieser Kriegsdenkzeichen gleichen sich in den Hauptbe-stimmungen so sehr, dass wir es für überflüssig halten, solche bei jedem ein-zelnen Land wieder speciell abdrucken zu lassen. Dagegen gebe ich hier zweiSenats-Erlasse von Hamburg und Bremen (den von Lübeck erhielt ich nicht)über die Ertheilung dieser Medaillen, da aus ihuen manche Hauptgrundsätze derStatuten zu ersehen sind: