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Dieses Ordens-Kreutz wird an einem orangefarbenen Band von verschiedener Breite mit schmaler sil-berner Einfassung, von den Gros-Kreutzen über der rechten Schulter!, und von den Coinmandeurs am Baissegetragen.
Die Gross-Krcutze und Commandeurs des Ordens haben auf der linken Brust einen silbernen achteckig-ten Stern, in dessen Mitte, innerhalb einem goldenen Ring, sich die Ordenszeichen auf orangefarbenemGrunde befinden.
Das neueste Hof- und Staatshandbuch des Grossherzogthums Baden, von1838 (Carlsrulie, in der G. Brauu’scheu Hofbuchhandlung), giebt folgendeNachricht:
Dieser Orden wurde von weiland Markgraf Carl Wilhelm von Baden-Durlach am 17. Juni 1715 beiRegung des Grundsteines der Residenzstadt Carlsrulie gestiftet und durch den Kurfürsten und nachmaligenGrossherzog Carl Friedrich Königliche Hoheit am 8. Mai 1803 erneuert.
Er bestand ursprünglich (d. h. seit 1803) aus zwei Classen von Rittern, nämlich Grosskreuzen undCommandeurs. In neuerer Zeit wird jedoch nur noch die Classe der Grosskreuze verliehen.
Das Ordenszeichen ist ein unter einer Krone angebrachtes goldenes, rolh emaillirtes achtspitziges Kreuz,
das in seinen vier Winkeln durch vier goldene doppeltezusammengehalten wird. In der Mitte desselbenist auf der Hanptseite in einem weiss geschmelzten Felde ein doppeltes ^ au f einigen Felsen, mit der Ueber-
schrift Fidelitas, auf der andern Seite der badische Wappenschild enthalten.
Das Ordenskreuz wird an einem breiten orangefarbenen Baude*) mit schmaler silberner Einfas-sung — von den Grosskreuzen über die rechte Schulter, von den Commandeurs am Halse getragen. Zugleichtragen dieselben auf der linken Brust einen silbernen Stern mit acht Strahlen, in dessen Mitte sich innerhalbeines goldenen Ringes das Ordenszeichen auf orangefarbenem Felde befindet.
Die letzte Verleihung von Coimnandeurkreuzen, und zwar — ausnahms-weise — ohne Stern, erfolgte im Jahr 1814.
Ordensherr und Grossmeister ist der Grossherzog; die Prinzen des Gross-herzogl. Hauses sind geborue Grosskreuze. Die Zahl der Ordensmitglieder istnicht beschränkt.
Ein Ordenscapitel und eine eigentliche Ordenskanzlei bestehen nicht; dieFunctionen der letztem werden dermalen vom Personal des Grossherzogi. Gehei-men Cabinets versehen.
Die Ordeusiusignien siehe Tafel H., Figuren 1, 2, 3.
Militärischer Carl-Friedrich-V er dien st-Orden.
Der Orden wurde am 4. April 1807 von dem Grossherzog Carl Friedrich,zur Belohnung aussergewöhnlicher Kriegsthaten gestiftet, welche mit besondererKlugheit und Entschlossenheit zum Nutzen und Ruhm des Dienstes ausgeführt,
'*) Dieser bestimmten Bezeichnung der Baudfarbe zuwider, sieht mau zuweilen gelbe Bänder bei Rit-tern dieses Ordens.