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werden. Zu bessrer Behaltung und gewisserer Beobaclitiuig dieser eidlich gelobten Artikel, sollen die Häupterfleissig darauf Achtung geben, dass alle diese Artikel in einer zu Anfang eines jeden Monats angestelltenVersammlungen deutlich vorgelesen werden mögen.
12) „Und weil gemeiniglich wie der Anführer, so die Untergebenen: So sollen zu gewisserer Beob-achtung und Bewahrung dieser unsrer Statuten, damit sie von allen, keinen ausgenommen, unverletzt (durchBeispiel und Warnungen unterstützt) mögen beobachtet werden; deswegen sollen alle Beamten vom Höchstenbis zum Niedrigsten zu ihren Aemtern nur durch Vota oder Stimmen gewählt werden, und dann erst, wennsie so ordentlich gewählt worden, sollen sie mit dem Patent von dem Grossmeister der verbrüderten Bitter,und mit der Ordonanz von dem der Commende vorstehenden zur Publicatiou verselin werden.“
Eidesformel.
„Ich N. N. schwöre zu Gott dem Herrn dem Dreyeinigen Gott, der allerheiligsten unbefleckt empfangenenJungfrau Maria, den heiligen Aposteln Petro und Paulo, dass ich in dieser heiligen Verbindung der verbrüder-ten Bitter des Ordens vom heiligen Kreutze bleiben und alle Regeln und Statuten, welche in den 12 Artikelnenthalten sind, nach allen Puncten, Clauseln und Einschränkungen aus allen Kräften und Vermögen erfüllenund beobachten, für die Ehre Gottes und der unbefleckt empfangenen Jungfrau Maria und für den heiligenRömischen catholisclien Glauben fechten, und selbst mit Verlust meines ganzen Vermögens und eignen Lebens,bis zum letzten Blutstropfen, diese Ehre Gottes und der unbefleckten Jungfrau Maria, wie auch den RömischCatholisclien Glauben vertheidigen und beschützen will. So wahr mir Gott helfe und das unschuldige Leidendes Herrn Jesu.“
„Was für Kleider und für eiu Zeichen die Ritter tragen sollen.
Weil die Ritter den lOten Artikel unsrer Statuten von Ueberfluss und Pracht in Kleidungen, etc. ebensowohl wie die übrigen zufolge ihres Eides zu halten verpflichtet sind: So soll der Name selbst ein Ritterdes Kreutzes Christi, und das unschätzbare Zeichen dieses Kreutzes, welches auf den Kleidern soll getragenwerden, alle Pracht und Eitelkeit verbieten; und gegenwärtig befehlen uns die Umstände noch mehr, uns nachdem Maasstabe alles überlegender Betrachtungen zu richten. Die Kleidung oder Mondur der verbrüdertenRitter soll so schlecht als möglich, ohne die geringste eitle Kostbarkeit seyn. Der Zuschnitt und das Modelsoll nach der Gewohnheit des Landes oder eingeführten Sitte, die Farbe des Oberkleides schwarz mit ponsenAufschlägen, das Unterkleid dazu weiss, und der Gürtel für die Polaken ponse mit weiss, und der Oberteilder Mütze ponse seyn. Dieses alles ohne die geringste Kostbarkeit, ausser den bey den Beamten gewöhnli-chen mit sparsam angebrachtem Gold oder Silber und Seide verfertigten Zeichen. Ja wenn (sonderlich zurgegenwärtigen Zeit des Kriegs in Polen) Zeit und Umstände einerley Mondur zu tragen nicht erlaubte: Sosoll wenigstens das allen Rittern gemeinschaftliche Zeichen, nehmlich, das Ordenskreuz auf der linken Seiteauf der Brust auf den Kleidern und Munduren sie seyn welche sie wollen, doch von oben angezeigter Farbemit dem Schwerdte des heiligen Apostels Pauli getragen werden, aber auch ohne alle Kostbarkeit, ausgenom-men Seide für die Beamten, und aus Tuch für die Gemeinen, von folgender Gestalt und Farbe. Nehmlich jedeHälfte auf der rechten Seite des Kreutzes soll ponse, und die andere Hälfte weiss, das Schwerdt Stahlfarbenin der Mitte des Kreutzes ausgedrückt, mit den Worten: pro Deo, sancta fide, lege et Christi grege, unddas ganze Kreuz im schwarzen Felde seyn. Die Farben sollen folgendes bedeuten; die wcisse Farbe die klareWahrheit des heiligen Glaubens und die unveränderliche Keuschheit und Beinigkeit der unbefleckt empfangenenJungfrau Maria; die rothe den beständigen heldenmüthigen Entschluss, den letzten Blutstropfen in Vertheidi-gung des Glaubens zu vergiessen. Das Schwerdt aber in der Mitte des Kreutzes bedeutet, dass die verbrü-derten Ritter, nie irgend einen Vertrag oder Bündniss mit den Ketzern und Feinden des Glaubens für sichbesonders eingehen sollen, sondern immer bereit sind, das Schwerdt zur Verteidigung dieses Glaubens undder Römischen Kirche zuführen.
„Also zu grösserer Verherrlichung Gottes und der unbefleckten Mutter Gottes, auch des allerheiligstenZeichens des Kreutzes Christi und zu vollkommener Unterstützung, des Eifers in dem gegenwärtigen Kriege