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Von der Nachfolgung Christi
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278
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278 Daß man dies heilige Abendmahl zc.

5. Ach, wie geringe Liebe und schwächliche Andachthaben die, welche das heilige Mahl so leicht hintan-setzen! Wie glücklich ist der und wie angenehm demHerrn, welcher also lebt und mit solcher Lauterkeitsein Gewissen behütet, daß er auch jeglichen Tagesbereit und wohl geneigt ist zum Genusse des heiligenAbendmahls, wenn's ihm gestattet wäre, und er esohne Anstoß thun könnte! Enthält sich Einer zu Zeitenaus Demuth oder aus einer andern erheblichen Ursache,so ist er zu loben um seiner Ehrfurcht willen. Be-schleicht ihn aber Trägheit, so muß er sich selber er-wecken, und thun, was an ihm ist, und der Herrwird sein mit seinem Verlangen wegen seines gutenWillens, den er sonderlich ansiehet (i Sam. 16, 7).

6. Ist aber Jemand rechtmäßig verhindert, so wirder doch immer den guten Willen haben und die frommeAbsicht, zu communiciren, und somit wird er der Fruchtdes Sakramentes nicht entbehren. Denn es kann jed-weder Andächtige an jedem Tage und zu jeder Stundezum geistlichen Genusse Christi heilsamlich und ohneVerhinderung hinzutreten, und dennoch muß er angewissen Tagen und zur bestimmten Zeit den Leibseines Erlösers mit inbrünstiger Ehrfurcht sacramentlichempfangen, und mehr Gottes Lob und Ehre vorAugen haben, als seinen Trost suchen. Denn so oftcommunicirt er geistlicher Weise und wird unsichtbar