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Von der Nachfolgung Christi
Entstehung
Seite
269
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Antwort, daß man sein eigen Gewissen erforschen :c. 269

zur Ausgelassenheit, so hart zum Weinen und zurZerknirschung, so bereit zur Ungebundenheit und zudes Fleisches Bequemlichkeiten, so träge zum Ernstund Eifer, so begierig. Neues zu hören, und Schönesanzugaffen, so schlaff, Demuth und Niedrigkeit zu um-fassen, so begierlich. Vieles zu haben, so karg imGeben, so zäh im Behalten, so unbesonnen im Reden,so unenthaltsam im Schweigen, so unordentlich inSitten, so ungestüm in Handlungen, so prasserisch inder Speise, so taub zum Worte Gottes, so schnell zurRuhe, so langsam zur Arbeit, so wachsam zu Ge-schwätzen, so schläfrig zu heiligen: Wachen, so zumEnde eilend, so flüchtig im Aufmerken, so saumseligin frommen Uebungen, so lau, so dürre bei der Feierdes heiligen Sakraments, so bald zerstreut, so seltenvöllig dir gesammelt, so plötzlich erregt zum Zorn, sounbedenklich. Andern zu mißfallen, so geneigt zu richten,so strenge im Strafen, so fröhlich beim Glück und soschwächlich in Widerwärtigkeiten, so oft viel Gutes dirvorsetzend und nur Geringes zur Ausführung bringend!

3. Nachdem du diese und andere Mängel mitSchmerz und großem Mißfallen eigener Schwachheitbekannt und beweinet hast, so stelle den festen Vorsatzimmerdar dein Leben zu bessern und im Guten zuwachsen! Darnach bringe mit voller Entsagung undungetheiltcm Willen dich selbst dar zur Ehre meines