252 Mit wie großer Ehrfurcht man Christum aufnehmen soll.
ihr ganzes Leben zur Besserung verwenden, entnehmenhäufig aus diesem hochwürdigsten Sakramente einegroße Gnade der Andacht und Liebe der Tugend.
Ist. O bewunderungswürdige und verborgene Gnadedes Sakraments, welche nur die gläubigen Christenkennen, die Ungläubigen hingegen und die der Sündedienen, nicht erfahren können! In diesem Sakramentewird verliehen geistliche Gnade und wieder bereitet in! der Seele die verlorene Tugend, und die durch dieSünde verunstaltete Schönheit kehret zurück. So großist zu Zeiten diese Gnade, daß ob der Fülle der ver-liehenen Andacht nicht nur das Gcinüth, sondern auchder schwache Leib fühlet, wie ihm umfassendere Kräftegewähret sind.
11. Jedoch ist gar sehr zu klagen und zu jammernüber unsere Lauheit und Nachlässigksit, daß wir nichtmit größerein Verlangen hingezogen werden, Christumzu empfahen, in welchem bestehet alle Hoffnung derer,die da selig werden sollen, und ihr Verdienst. DennEr ist unsere Heiligung und Erlösung, Er der Trostder Wanderer und der Heiligen ewiger Genuß. Esist also gar sehr zu beklagen, daß Viele so wenigdieses heilsamen Geheimnisses wahrncbmcn, welchesden Himmel erfreuet und die ganze Welt bewahret.O der Blindheit und Härte des menschlichen Herzens,eine so unaussprechliche Gabe nicht mehr zu beachten.