Mit wie großer Ehrfurcht man Christum aufnehmen soll. 249
Tafeln des Gesetzes' und ich, eine verwcsliche Creatur,will es wagen, dich, den Gründer des Gesetzes undden Geller des Lebens so leichtbin aufzunehmen? Sa-lomo, der weiseste König in Israel, erbauete in siebenJahren den herrlichen Tempel zum Lobe deines Na-mens, und feierte acht Tage lang das Fest seinerWeihe, brachte dar tausend Friedcnsopfer, und stelltedie Bundesladc unter Posaunenschall und Jubel feier-lich an die ihr bereitete Statte; und ich unglücklicher,armer Mensch, wie soll ich dich einführen in meinHaus, der ich kaum eine halbe Stunde andächtig zuverwenden weiß! Und o wäre es auch nur ein einzigMal würdig etwa eine halbe Stunde! (Luc. 19, 1—19.)
5. O nwin Gott, wie viel haben Jene, dir zugefallen, zu thun sich bemühet! Ach wie erbärmlich ist,was ich thue! Wie kurze Zeit wende ich an, wann ichmich zu deinem Mahle anschicke! Selten ganz gesam-melt, gar selten von jeglicher Zerstreuung gereinigct!Und gewißlich, in der heilsamen Gegenwart deinerGottheit müßte kein unziemlicher Gedanke mir begeg-nen, auch keine Creatur mich beschäftigen, dieweil ichnicht einen Engel, sondern den Herrn der Engel imBegriffe bin aufzunehmen in der Herberge.
9. Es ist jedoch ein gar. großer Abstand zwischender Bundeslade mit ihren Heiligthümern und dememallerlauterstcn Leibe mit seinen unaussprechlichen Tu-