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Von der Nachfolgung Christi
Entstehung
Seite
239
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Daß man die höheren Dinge :c. 239

Heiligen, ein Anderer einen anderen hochmüthig vor-zuziehen sich bemüht. Dergleichen aber wissen undergründen wollen, bringt keine Frucht, sondern miß-fällt vielmehr den Heiligen. Denn ich bin nicht einGott der Uneinigkeit, sondern des Friedens, welcherFriede mehr bestehet in wahrer Demuth, als in eige-ner Erhebung (iKor. 1).

3. Etliche werden aus Eifer der Liebe zu diesemoder jenem Heiligen mit größerer Zuneigung hingezo-gen, aber mit einer Zuneigung, die vielmehr mensch-lich als göttlich ist. Ich bin's, der alle Heiligen ge-schaffen; ich habe die Gnade geschenkt, ich habe dieHerrlichkeit verliehen. Ich kenne jedwedes Vorzüge,ich bin ihnen zuvorgekommen in den Segnungen mei-ner Süßigkeit. Ich habe meine Geliebten erkannt,ehe die Welt war; ich habe sie erwählt von der Welt,nicht haben sie selber mich zuvor erwählet. Ich habesie berufen durch Gnade, zu mir gezogen durch Barm-herzigkeit. Ich habe sie durch mancherlei Versuchungenhindurchgeführet. Ich habe ihnen eingegossen herrlicheTröstungen. Ich habe ihnen Ausharrung gegeben, ichgekrönet ihre Geduld (Joh. 15).

4. Ich kenne den Ersten und den Letzten, ich um-fasse sie alle mit unschätzbarer Liebe. Ich bin zu lobenin allen meinen Heiligen, ich zu benedeien und zuehren in einem Jeglichen von ihnen, die ich aho herrlich