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Von der Nachfolgung Christi
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202 Von dem Vertrauen, das man auf Gott haben soll:c.

Unschuldigen richten, aber durch ein geheimes Gerichthabe ich beide zuvor prüfen wollen (Pf. 119, 73—77).

4. Das Zeugniß der Menschen trüget oftmals;mein Gericht ist wahr, es wird bestehen, und nichtumgestoßen werden. Es ist meistens verborgen, undWenigen bis ins Einzelne bekannt. Niemals jedochirret es, und kann nicht irren, obschon es den Augender Unverständigen nicht richtig erscheinet. Zu mirmuß man also eilen in allem Gerichte, und sich nichtstemmen auf eigenes Gutdünken. Denn der Gerechtewird nicht gestöret werden, was ihm auch von Gottzufallen möge. Auch wenn etwas Unrechtes wider ihnvorgebracht würde, so kümmert's ihn nicht sehr; aberer wird auch nicht eiteler Weise frohlocken, wenn ervon Andern gründlich entschuldiget wird. Denn er er-wäget, daß ich's bin, der die Herzen und Nierenerforschet, der nicht richtet nach dem Schein undmenschlichem Ansehen. Oftmals wird ja in meinenAugen sträflich erfunden, was nach menschlichem Ur-theil löblich erachtet wird (Jes. 55).

5. Herr Gott, gerechter, starker und geduldigerRichter, der du die Gebrechlichkeit und Vcrderbniß derMenschen kennest, sei meine Kraft und meine ganzeZuverficht! Denn mein Gewissen genüget mir nicht.Du weißt, was ich nicht weiß, und derhalben mußich mich in aller Bestrafung demüthigen und sanft-