Druckschrift 
Von der Nachfolgung Christi
Entstehung
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190
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s 90 Daß der Mensch nichts GnteS aus sich selber hat :c.

Eitelkeit und Nichts vor dir, ein unbeständiger undschwacher Mensch. Weß soll ich mich denn ruhinen,oder warum suche ich, etwas zu gelten? Etwa obmeiner Nichtigkeit? Und eben das wäre ja ganz eitel.Wahrlich das leere Rühmen ist eine böse Pestilenz,die größte Eitelkeit, weil es abziehet vom wahrenRuhm und der himmlischen Gnade beraubet. Dennindem der Mensch sich gefällt, mißfallt er dir; indemer jaget nach menschlichein Lobe, geht er der wahrenTugenden verlustig.

5. Es ist aber wahrer Ruhm und heiliges Froh-locken, sich rühmen in dir und nicht in-sich, sich freuenin deinem Namen, nicht in eigener Tugend, noch sichergötzen an einiger Creatur, es sei denn um deinet-willen. Gelobet sei dein Name, nicht der meine, ver-herrlichet dein Werk, nicht das meine! Gebenedeiet seidein heiliger Name, nichts aber werde mir zugemessenvon den Lobpreisungen der Menschen! Du bist meinRuhm, du meines Herzens Frohlocken! In dir willich mich rühmen, in dir jauchzen den ganzen Tag,für mich aber nichts, wo nicht in meinen Schwach-heiten (2 Kor. t l u. l2).

6. Mögen die Juden Ruhm jucken von einander,ich will den Ruhm suchen, der allein von Gott ist!(Job. 5, 44.) Fürwahr, aller menschliche Ruhm, allezeitliche Ehre, alle weltliche Höhe ist, gegen deine