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Von der Nachfolgung Christi
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Wider die eiteln Urtheile der Menschen.

Sechs und dreißigstes Kapitel.

Wider die eiteln Urtheile der Menschen.

1. Sohn, wirf dein Herz festiglich auf den Herrn,und fürchte nicht der Menschen Urtheil, wo dich dasGewissen unschuldig und rein spricht. Es ist gut undselig, dergestalt zu leiden, und es wird ein ein demüthi-gen Herzen nicht schwer fallen, einem Herzen, dasGott mehr als sich selbst vertraut. Viele reden Vieles,und darum ist ihnen wenig Glauben zu schenken. Alleinauch Allen genug zu thun, ist nicht möglich. ObgleichPaulus sich beflissen hat, Allen in dem Herrn zu ge-fallen, und Allen Alles geworden ist, so hat er's dochfür ein Geringes geachtet, von einem menschlichenTage gerichtet zu werden (l.Äor. 4).

Z. Er hat gewirkt für Anderer Heil und Erbauung,so viel an ihm war und so viel er konnte, aber erhat's nicht wehren können, daß er bisweilen von Anderngcurtheilet oder geschmähet wurde. Derhalbcn hat erAlles Gott anheimgestellt, der Alles erkannte, undmit Geduld und Demuth sich vertheidigt wider diebösen Mäuler, oder auch wider die, so eitel undlügenhaft von ihm dachten, und sich nach ihrem Be-lieben allerlei Dinge berühmten. Dennoch hat er bis-