»
Von der Bekenntniß der eigenen Schwachheit:c. 147
dcrc, sie zu verschmähen. Zur Liebe der Welt ziehetuns Fleischeslust, Augcnlust und boffärtiges Leben;aber die Pein und das Elend, welches dein billigfolget, gebierct Hasi und Ueberdruß der Welt.
5. Aber leider überwindet die böse Ergötzung dasder Welt ergebene Gemüth, und es wähnet, unterden Dornen die Ergötzungen zu finden, weil es GottesFreundlichkeit und die innere Anmuth der Tugend we-der gcseben noch geschmeckt hat. Die aber die Weltvollkömmlich verschmähen, und Gott unter heiligerZucht zu leben beflissen sind, die kennen wohl diegöttliche Süßigkeit, die denen verheißen ist, welche inWahrheit der Welt absagen, und sehen um so klarer,wie so schwer die Welt irret und wie mannichfaltig siebetrogen wird (Matth. 16, 24—28.1 Joh. 2,15—17).
Ein und zwanzigstes Kapitel.
Daß man in Gott ruhen müsse über alle Güter und Gaben.
1. Ueber alle Dinge und in allen Dingen wirstdu, meine Seele, allezeit ruhen in dem Herrn, die-weil er selber der Heiligen ewige Ruhe ist. Gib mir,o allersüßcster und allerliebster Jesu, daß ich in dirüber alle Creatur ruhen möge, über alle Wohlfahrt
K '