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Von der Nachfolgung Christi
Entstehung
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145
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Von der Bekenntniß der eigenen Schwachheit:c. 145

Zwanzigstes Kapitel.

Von der Bekenntniß der eigenen Schwachheit und dem Elendedieses Lebens.

1. Ich will wider mich meine Ungerechtigkeit be-kennen; ich will dir, Herr, meine Schwachheit beken-nen. Oft ist es eine kleine Sache, die mich nieder-wirft und betrübet. Ich setze mir vor, mich tapferzu halten, aber wenn eine mäßige Versuchung kommt,so wird mir große Angst. Oft ist es ein gar geringesDing, davon mir schwere Versuchung kommt. Undwährend ich meine, es sei ein wenig sicher, dieweilich eben nichts fühle, finde ich mich bisweilen fastüberwunden von einem leichten Hauche.

Z. Siehe derhalben, Herr, meine Niedrigkeit und

meine Gebrechlichkeit, welche dir allseits bekannt ist!

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Erbarme dich, und reiß mich heraus aus dem Koth,daß ich nicht drin stecken bleibe, und ganz und garverworfen sei! Das ist es, was mich häufig schlägtund vor dir beschämt macht, daß ich so hinfällig binund schwach, den Begierden Widerstand zu leisten. Undob ich schon nicht gänzlich drein willige, so ist es mirdoch lästig und schwer, daß ich von ihnen verfolgtwerde, und es verdrießt mich sehr, also täglich imStreite zu leben. Daraus wird mir meine Schwach-

A. f v K