4. Herr, ich leide gern um deinetwillen Alles,was du willst, daß es über mich komme. Gleich-müthig will ich von deiner Hand Gutes und Böses,Süßes und Bitteres, Fröhliches und Trauriges empfa-hen, und für Alles, was mir begegnet. Dank sagen.Behüte mich vor jeglicher Sünde, und ich werde wederTod noch Hölle fürchten! Wenn du mich nur nichtewiglich verwirfst, und nicht auslöschest aus demBuche des Lebens, so wird mir Nichts schaden, welcheTrübsale auch über mich kommen mögen (Ps. 73).
Achtzehntes Kapitel.
Daß man zeitliches Elend nach dem Exempel Christi gleich-müthig tragen müsse.
1. Mein Sohn, ich bin vom Himmel kommenum deines Heils willen; ich habe dein Elend auf michgenommen, nicht weil die Noth, sondern weil dieLiebe mich zog, damit du möchtest Geduld lernen unddas zeitliche Elend nicht unwillig tragen. Denn vonder Stunde meiner Geburt an bis zu meinem Aus-gange am Kreuze gebrach mir nicht das Erdulden desSchmerzes. Ich habe großen Mangel gehabt an zeit-lichen Gütern; ich habe häufig viele Klagen über mich