Daß wahrer Trost in Gott allein zu suchen, sei. 127
und unbekannt sein in dieser Welt! Gib mir, daß ichüber Alles, was ich begehre, in dir ruhe, und meinHerz in dir befriedige! Du bist der wahre Frieden desHerzens, du die alleinige Ruhe; außer dir ist Alleshart und unruhig. In diesem Frieden, in dir, deineinigen, höchsten, ewigen Gute, will ich schlafen undruhen. Amen.
SV
Sechzehntes Kapitel.
Daß wahrer Trost in Gott allein zu suchen sei.
1. Was ich nur begehren kann oder denken zumeinem Troste, erwarte ich nicht hier, sondern ins--künftige. Wenn ich alle Tröstungen der Welt alleinehätte, und aller Ergötzlichkeiten genießen könnte, so istes doch gewiß, daß es Alles nicht lange währen kann.Derhalben, meine Seele, kannst du nicht völlig ge-tröstet, noch vollkommen ergötzet werden, wo nicht inGott, dem Tröst^ der Armen, der die Demüthigenaufnimmt! Warte ein wenig, meine Seele! Harreder göttlichen Verheißung, und du wirst Ueberfluß allerGüter im Himmel haben. Wenn du gar zu unordentlichjenen gegenwärtigen Dingen nachjagst, so wirst du d:eewigen und himmlischen verlieren. Das Zeitliche habe