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Von der Nachfolgung Christi
Entstehung
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111
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Bon der wundcrbarlichcn Wirkung der göttlichen Liebe. 11 I

durch Ungemach erliege. Nichts ist süßer als die Liebe,nichts starrer, nichts höber, nichts weiter, nichts an-muthiger, nichts voller noch besser im Himmel undauf Erden, sintemal die Liebe aus Gott geboren ist,und ohne allein in Gott nirgend ruben kann über allegeschaffenen Dinge (l Kor. 13).

4. Wer liebt, der fleugt, läuft und ist fröhlichund frei, und lässet sich nicht halten. Er gibt Allesfür Alles, und hat Alles in Allem, weil er in demeinigen Höchsten über alle Dinge ruhet, aus welchemalles Gut fleußt und hervorgeht. Nicht blickt er aufdie Gaben, sondern kehrt sich zu dem Geber über alleGüter. Die'Liebe weiß oft kein Maaß, sondern istbrünstig über alle Maaßen. Die Liebe fühlet keineLast, sie achtet keine Mühe noch Arbeit; sie begehrtmehr, als sie vermag; sie klaget nicht über Unmöglich-keit, weil sie vermeinet, daß ihr Alles gezieme undmöglich sei. Darum ist sie zu allen Dingen tüchtig,und vollbringet Vieles, und bringet frei zur Ausfüh-rung, wo, der nicht liebet, ermattet und darniedcr-lieget (2 Kor. 5, 14. 15).

5. Die Liebe wachet, und schlafend schlummert sienicht. Ermüdet, wird sie nickt laß, beengt, wird sienicht bedrängt, erschreckt, nicht beunruhigt, sondern,gleichwie eine lebendige Flamme und eine brennendeFackel, bricht sie aus in die Höhe, und dringet «icker