Druckschrift 
Von der Nachfolgung Christi
Entstehung
Seite
84
Einzelbild herunterladen
 

Von dem Mangel alles Trostes.

noch reichlicheren Trost wieder zu verleihen. Das istnichts Neues noch Fremdes für Solche, die den WegGottes erfahren haben, weil bei großen Heiligen undbei den alten Propheten oft eine solche Weise derVeränderung gar oft gewesen ist (2 Kor. 4).

5. Darum sprach Jener, da die Gnade noch ge-genwärtig war: Ich sprach, da mir's wohl ging, ichwerde nimmermehr darniederliegen. Als aber die Gnadeentging, was er da in sich erfahren hat, setzt er hinzu,wenn er spricht: da du dein Antlitz verbärgest, erschrackich (Ps. 3V). Dabei verzagt er jedoch keineswegs,sondern bittet den Herrn noch inständiger, und spricht:Ich will, Herr, rufen zu dir; dein Herrn will ichflehen. Endlich trägt er die Frucht seines Gebetsdavon, und bezeuget, daß er erhöret sei, indem erspricht: Der Herr hat mich erhöret, und sich mein er-barmet; der Herr ist mein Helfer worden. Worinnenaber? Du hast mir, spricht er, meine Klage in einenNeigen verwandelt, und mich mit Freuden umgürtet.'Ist also mit großen Heiligen gehandelt worden, sodiirfen wir Armen und Schwachen nicht verzagen,wenn wir bisweilen inbrünstig sind, und bisweilen er-kalten, dieweil der Geist kommt und zurückweicht nachdem Wohlgefallen seines Willens. Deßhalben sagtHiob: Du suchest ihn heim in der Morgenfrühe, undprüfest ihn gar bald (Hiob 7).